Geringfügigkeitsgrenze 2013 in Österreich

Seit dem 1. Jänner 2013 trat die neue Geringfügigkeitsgrenze für das Jahr 2013 in Kraft. Diese Geringfügigkeitsgrenze wird jährlich angepasst und ist immer ab dem 1. Jänner gültig. Die Werte der Geringfügigkeitsgrenze werden in einem jährlichen, monatlichen und auch täglichen Grenzwert berechnet.

Seit dem 1. Jänner beträgt die tägliche Geringfügigkeitsgrenze 29,70 Euro. Die monatliche Geringfügigkeitsgrenze liegt bei 386,80 Euro. Der Grenzwert bei der Dienstgeberabgabe (DAG) beträgt für das Jahr 2013 580,20 Euro. In der Regel fallen geringfügige Beschäftigungen bei einer Teilzeitarbeit wie auch bei einem freien Dienstvertrag an.

Die Geringfügigkeitsgrenze wird jährlich angepasst

Unter dem Begriff Geringfügigkeitsgrenze wird in Österreich eine finanzielle Grenze bezeichnet, welche für einen “Minijob”, “Mikrojob” oder “Nebenjob” ausschlaggebend ist. Die österreichische Rechtslage sieht ein Arbeitsverhältnis zwischen dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber dann als geringfügig an, wenn eine Grenze vom monatlichen Zuverdienst von 386,80 Euro nicht überschritten wird. Für das Jahr 2012 lag die Grenze bei 376,26 Euro.

Gerne wird dieser Betrag bzw. diese Grenze auch als Zuverdienstgrenze bezeichnet. Arbeitnehmer, welche in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis stehen, somit nicht über die Geringfügigkeitsgrenze verdienen, sind unfallversichert. Pensionsversichert oder krankenversichert sind sie jedoch nicht, können diese Versicherungsleistungen jedoch zu günstigeren Preisen “hinzubuchen”. Die Kosten für eine Selbstversicherung belaufen sich bei 54,59 Euro monatlich.

Zudem entspricht der geringfügige Bruttolohn gleichzeitig auch der Nettolohn. Das liegt daran, dass die Unfallversicherung für den Arbeitnehmer vom Arbeitgeber persönlich zu entrichten sind und somit keine anderen Abzüge vorhanden ist. Die Beitragsgrundlage, welche vom Arbeitgeber zu entrichten ist, liegt bei 1,4 Prozent.

Was der Arbeitgeber beachten muss

Der Arbeitgeber bzw. Dienstgeber hat auch eine Dienstgeberabgabe für alle geringfügig beschäftigten Personen in seinem Unternehmen zu leisten. Dies tritt dann in Kraft, wenn die monatliche Lohnsumme der gesamten geringfügig Beschäftigten das 1,5-fache der Geringfügigkeitsgrenze übersteigt (somit wären dies im Jahr 2013 580,20 Euro).

Hat der Dienstgeber somit fünf geringfügig beschäftigte Personen eingestellt, welche monatlich 90 Euro an Lohn erhalten, so ist er von der Dienstgeberabgabe befreit, da die monatliche finanzielle Ausschüttung bei 450 Euro liegt. Somit ist nur die Unfallversicherung für die Dienstnehmer zu bezahlen.

Hat der Dienstgeber jedoch fünf geringfügig beschäftigte Personen, welche 150 Euro monatlich beziehen, so muss er sehr wohl die Dienstgeberabgabe bezahlen. Diese beträgt 16,4 Prozent der Beitragsgrundlage und umfasst die Kranken- als auch die Pensionsversicherung. Zusammengefasst mit der Unfallversicherung beläuft sich der Betrag auf 17,8 Prozent.

Viele Nebenjobs sorgen für eine volle Versicherungspflicht

Hat ein Arbeitnehmer jedoch mehrere geringfügige Arbeiten, sodass die Geringfügigkeitsgrenze überschritten wird, so ist dieser jedoch krankenversichert wie pensionsversichert. Das liegt daran, dass er – wenn die gesamten Lohneingänge zusammengerechnet werden – unter einem vollen versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis steht.

Ist er als Arbeiter angemeldet, so muss er 18,2 Prozent des Bruttolohns Abgaben zahlen. Als Angestellter liegt der Prozentsatz bei 18,07 Prozent des Bruttogehalts. Diese Abgaben werden monatlich berechnet. Eine Mischung der Dienstverhältnisse ist jedoch möglich.

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