FAQ: Nachhaltige Geldanlage mit ETFs – die 10 häufigsten Fragen 2025
1) Was sind nachhaltige ETFs überhaupt?
Nachhaltige ETFs sind börsengehandelte Fonds, die Indizes abbilden, in denen Unternehmen nach ESG-Kriterien ausgewählt oder problematische Branchen ausgeschlossen werden. So investierst du breit gestreut, aber mit Fokus auf Nachhaltigkeit.
2) Welche nachhaltigen ETF-Typen gibt es?
- ESG-Screened: Basisindizes, die kontroverse Branchen (z. B. Waffen, Kohle) ausschließen.
- SRI (Socially Responsible Investing): Strengere Filter, nur die besten Nachhaltigkeitsunternehmen.
- Themen-ETFs: Fokussieren auf Klima, erneuerbare Energien, Wasser, Kreislaufwirtschaft.
3) Gibt es ETFs mit österreichischem Fokus?
Ja, einige ESG-ETFs berücksichtigen Unternehmen aus Österreich, etwa aus den Bereichen Erneuerbare Energie, Green Tech und nachhaltige Industrie. Die Gewichtung ist im Vergleich zu internationalen Indizes jedoch gering.
4) Sind nachhaltige ETFs teurer?
Die Kosten (TER) liegen meist leicht über klassischen ETFs (z. B. 0,20–0,30 % statt 0,07–0,15 %). Der Unterschied ist aber überschaubar, besonders im Vergleich zu aktiv gemanagten Nachhaltigkeitsfonds.
5) Lohnt sich das auch für Anfänger:innen?
Ja. Ein ESG- oder SRI-ETF kann ein gutes Basisinvestment für langfristigen Vermögensaufbau sein. Besonders für Einsteiger:innen ist die Kombination aus breiter Streuung und klaren Nachhaltigkeitskriterien interessant.
6) Wie nachhaltig sind nachhaltige ETFs wirklich?
Sie sind so nachhaltig wie die Kriterien der jeweiligen Indexanbieter. Kritiker bemängeln Greenwashing, daher lohnt sich ein Blick ins Factsheet: Welche Firmen sind enthalten? Welche Branchen sind ausgeschlossen?
7) Welche Rolle spielt Österreich steuerlich?
ETFs unterliegen in Österreich der Kapitalertragsteuer (KESt). Nachhaltige ETFs haben steuerlich keine Sonderbehandlung. Vorteilhaft sind steuereinfache ETFs (mit automatischer Meldung an das Finanzamt).
8) Wie sieht die Rendite aus?
Nachhaltige ETFs haben sich 2023–2025 meist ähnlich entwickelt wie klassische ETFs. Manche Klima- und Energiethemen-ETFs schwanken stärker, während ESG-Breitindizes sehr stabil laufen.
9) Wo kann ich nachhaltige ETFs kaufen?
Bei allen gängigen Online-Brokern und Banken in Österreich, z. B. via Flatex, DADAT, Easybank oder Direktbanken. Achte auf Aktions-Sparpläne ohne Ordergebühr.
10) Was ist 2025 besonders wichtig?
Neue EU-Offenlegungspflichten (SFDR) helfen Anleger:innen, Greenwashing zu vermeiden. Achte auf die Einstufung Artikel 8 (fördernde Nachhaltigkeit) oder Artikel 9 (nachhaltige Investitionen als Ziel).
10 Experten-Tipps für nachhaltige ETFs 2025
- Breit statt eng: Wähle ESG-Breitindizes (MSCI World SRI, MSCI EM ESG), nicht nur Themen-ETFs.
- Artikel 9 bevorzugen: Diese Fonds haben die strengsten Nachhaltigkeitsziele.
- Factsheet checken: Schaue dir die Top-10 Positionen an – passen sie zu deinem Werteverständnis?
- Kosten beachten: TER über 0,50 % ist für einen ETF hoch – auch bei Nachhaltigkeit.
- Steuereinfach investieren: In Österreich unbedingt ETFs mit automatischer KESt-Meldung wählen.
- Dividendenstrategie prüfen: Thesaurierend (Wiederanlage) ist für langfristigen Vermögensaufbau oft vorteilhaft.
- Regionale Beimischung: Österreichische Green-Tech-Firmen nur als Ergänzung, nicht als Basisinvestment.
- Nachhaltigkeit ≠ sicher: Auch ESG-ETFs schwanken. Denke in 10–15 Jahres-Zeiträumen.
- Sparplan nutzen: Monatliches Investieren glättet Schwankungen und baut Vermögen systematisch auf.
- Eigenes Werteprofil definieren: Willst du nur „kein Öl“ oder auch „soziale Standards“? Danach ETF wählen.
Checkliste für nachhaltiges ETF-Investment 2025
- Depot bei Broker/Bank mit ETF-Sparplan eröffnen.
- Nachhaltige Indizes vergleichen (ESG, SRI, Artikel 8/9).
- Kosten (TER) und Steuerstatus (steuereinfach) prüfen.
- Top-10 Positionen ansehen: Passen sie zu deinem Nachhaltigkeitsanspruch?
- Sparplan einrichten (z. B. 50–200 € monatlich).
- Langfristig dabeibleiben – nicht von kurzfristigen Schwankungen verunsichern lassen.
