Lohnsteuerausgleich 2013 – die Arbeitnehmerveranlagung in Österreich

Der hiesige Verbraucher hat zumeist ein wenig Angst vor dem Finanzamt. Wer jedoch den Vergleich mit Amerika heranzieht, der darf muss sich bei uns sehr wohl fühlen. Dennoch ist mit dem Finanzamt nicht zu spaßen. Umso erschreckender ist es, wie wenig Verbraucher fundiertes Wissen über das Steuersystem haben.

Dies ist vor allem dann ärgerlich, wenn Geld zurückverlangt werden kann. Deshalb ist es wichtig, sich eingehend zu informieren. Wir klären Sie nun auf, was unter der Arbeitnehmerveranlagung zu verstehen ist und was dabei zu beachten ist. Außerdem machen wir Sie darauf aufmerksam, wann überhaupt ein Lohnsteuerausgleich sinnvoll ist.

Was ist die Arbeitnehmerveranlagung?

Im Prinzip gibt es hierbei drei Begriffe, die ein und denselben Sachverhalt meinen:

  • Arbeitnehmerveranlagung
  • Lohnsteuerausgleich
  • Jahresausgleich
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Geld zurückholen vom Finanzamt dank Lohnsteuerausgleich

Für Sie als Verbraucher ist es enorm wichtig, dass stets aktuelle Informationen eingeholt werden. Wie Sie die bekommen? Beispielsweise auf www.bmf.gv.at/services. Hierbei handelt es sich um die offizielle Seite des Bundesministeriums für Finanzen.

Die Bürgerinnen und Bürger werden über neueste Entwicklungen, Modalitäten und Formulare informiert. Verständlich und übersichtlich werden Ihnen die nötigen Informationen näher gebracht. Sie sind viel in den Social Networks unterwegs?

Unter www.facebook.com/finanzministerium finden sie den Facebook-Auftritt des Finanzapparats. Wenn Sie ein Freund der alten Schule sind und lieber ein Buch in der Hand halten wollen, dann ist das Steuerbuch des Bundesministeriums für Finanzen eine gute Wahl. Dies erscheint jährlich und klärt über die Neuerung auf.

Wann ist ein Jahresausgleich überhaupt sinnvoll?

Wir nennen Ihnen hierfür nur einige Beispiele, da ein Ausgleich in nahezu jedem Fall Sinn macht:

  • Sie befinden sich noch in der Ausbildung und gehen nebenher einer Tätigkeit nach
    (Beispielsweise während des Studiums).
  • Sie müssen pendeln und können auf keine öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen.
  • Sie haben in diesem Jahr außergewöhnliche finanzielle Belastungen, etwa bedingt durch eine
    Krankheit, eine Naturkatastrophe oder durch die Behinderung eines Ihrer Kinder.
  • Sie haben ein Haus gebaut oder eine Wohnung gekauft.

Hilfreich: Ausgleich über FinanzOnline

Die Liste lässt sich endlos fortführen und macht vor allem eines sehr deutlich: Für fast jeden Verbraucher ist der Jahresausgleich ein sinnvolles Unterfangen. Das BMF setzt außerdem auf moderne Methoden, sodass vieles über das Internet erledigt werden kann.

Ohne Probleme ist es möglich, die Arbeitnehmerveranlagung online durchführen zu können. Besuchen Sie dafür die Website www.finanzonline.at. Wir weisen Sie jedoch daraufhin, dass zuvor eine Registrierung erfolgen muss. Den genauen Ablauf dazu können Sie ebenfalls dem Webauftritt entnehmen.

Die Steuerspartipps – Wann es sich richtig rentiert

Wichtig ist es zu begreifen, dass der Aufwand hinter einem Jahresausgleich inzwischen sehr gering ist. Wenn Sie über www.finanzonline.at Ihren Ausgleich machen wollen, so finden Sie die Lohnzettel bereits vor und können anhand weniger Klicks feststellen, ob Sie für das jeweilige Jahr mit einer Rückzahlung rechnen können.Checklist

Sie meinen, es ist bereits zu spät? Nicht jeder Verbraucher ist sich bewusst, dass ein Steuerausgleich rückwirkend bis zu fünf Jahre gemacht werden kann. Beispielsweise ist es bis zum 31. Dezember diesen Jahres möglich, den Lohnsteuerausgleich für das Jahr 2007 zu machen.

Ausgleich ist nicht immer freiwillig!

Allerdings müssen Sie beachten, dass eine Arbeitnehmerveranlagung nicht immer freiwillig zu erledigen ist. Deshalb müssen die freiwillige Arbeitnehmerveranlagung und die Pflichtveranlagung unterschieden werden. Bei der freiwilligen Arbeitnehmerveranlagung sind Sie auf der sicheren Seite. Zumeist ist mit einer Gutschrift zu rechnen.

Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, so kann der Antrag zurückgezogen werden. Die Pflichtveranlagung ist dann durchzuführen, wenn beispielsweise Löhne von mehreren Arbeitgebern einbezogen werden. Auch bei einer Pension im Ausland oder der Inanspruchnahme von Krankengeld ist eine Pflichtveranlagung fällig. Hierfür sollten Sie sich auf der Website des BMF genauer informieren. Ärger mit dem Finanzamt lohnt sich nur selten!

Die Familie

Ein Lohnsteuerausgleich rentiert sich vor allem dann, wenn Sie eine Familie haben. Der Staat ist hierbei relativ großzügig, sodass Sie nahezu immer mit einer Gutschrift rechnen können. Dafür gibt es unterschiedliche Szenarien. Beispielsweise, wenn Sie in der Familie der Alleinverdiener sind.

Die Rede ist vom Alleinverdienerabsetzbetrag, (kurz AVAB). Wann kann dieser geltend gemacht werden? Zum einen darf der Partner, unabhängig davon ob Ehepartner oder Lebensgefährte, nicht mehr als 6.000 Euro verdient haben. Zum anderen muss für ein Kind über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahre Kinderbeihilfe bezogen worden sein.

Auch Kinderbetreuungskosten sind von der Steuer absetzbar. Bis zu einem Betrag von 2.300 Euro im Jahr ist dies möglich. Wird Familienbeihilfe für drei Kinder oder mehr bezogen und liegt das Familieneinkommen unter 55.000 Euro im Jahre, so kann außerdem der Mehrkinderzuschlag in Anspruch genommen werden.

Versteckte Tipps und Fazit

Viele Verbraucher sind der Meinung, dass Abschreibungen und Vergünstigungen oft nur für Selbständige möglich sind. Dem ist jedoch nicht so! Beispielsweise betrifft dies Ausgaben, die durch den Beruf unumgänglich sind. Können Sie sich heutzutage einen Job vorstellen, der ohne Computer auskommt?

Um diese Investition kommen Sie nicht herum. Auch Fachliteratur oder Arbeitsbekleidung sind davon betroffen. Für einige Berufsgruppen gibt es sogar Pauschalen.

Aber auch Umzugskosten oder der Umbau des Arbeitszimmers können steuerlich geltend gemacht werden. Unsere Empfehlung für Sie: Informieren Sie sich regelmäßig. Nutzen Sie die vorhandenen Kanäle www.finanzonline.at oder www.bmf.gv.at. Sie werden schnell erkennen, dass großes Einsparpotential geboten ist. Und wenn Sie sich eingehend mit unserem Steuersystem befassen, so verlieren Sie auch ein wenig die Angst davor.

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