Kinderbeihilfe für das Jahr 2014 – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Bevor wir nun auf die Entwicklungen für das Jahr 2014 eingehen, wollen wir Ihnen erklären, was die Familienbeihilfe ist, was für Voraussetzungen erfüllt sein müssen und mit welchen Ansprüchen gerechnet werden kann. Zu Anfang ist wichtig zu wissen, dass den Eltern für jedes Kind, egal wie sich das Beschäftigungsverhältnis gestaltet, eine Familienbeihilfe gewährt wird.

Allerdings ist darauf zu achten, dass diese Beihilfe inzwischen nur noch bis zum vollendeten 24. Lebensjahr bezogen werden kann. Zuvor konnte diese Unterstützung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr bezogen werden. Es gibt jedoch Ausnahmen. Hat das Kind Zivildienst verrichtet, so besteht der Anspruch bis zum 25. Lebensjahr (zuvor bis zum 27. Lebensjahr). Auch bei einer Behinderung gilt ein erhöhter und längerer Anspruch.

Monatliche Auszahlung – Kinderbeihilfe ab September 2014

 
Bis zu 3 Jahren
Über 3 Jahren
Über 10 Jahren
Über 19 Jahre
1 Kind109,70 €117, 30 €136, 20 €158,90 €
2 Kinderplus 6,70 € pro Kindplus 6,70 € pro Kindplus 6,70 € pro Kindplus 6,70 € pro Kind
3 Kinderplus 16,60 € pro Kindplus 16,60 € pro Kindplus 16,60 € pro Kindplus 16,60 € pro Kind
4 Kinderplus 25,50 €/Kindplus 25,50 €/Kindplus 25,50 €/Kindplus 25,50 €/Kind
5 Kinderplus 30,80 €/Kindplus 30,80 €/Kindplus 30,80 €/Kindplus 30,80 €/Kind
6 Kinderplus 34,30 €/Kindplus 34,30 €/Kindplus 34,30 €/Kindplus 34,30 €/Kind
7 und mehr Kinderplus 50 €/Kindplus 50 €/Kindplus 50 €/Kindplus 50 €/Kind

Quelle: http://www.eltern-forum.at/ratgeber-news/kinderbeihilfe-in-oesterreich/

Die Voraussetzungen für die Familienbeihilfe

Um von erfüllten Voraussetzungen sprechen zu können, müssen zwei simple Sachverhalte erfüllt sein:
1. Der Lebensmittelpunkt muss in Österreich sein
2. Das Kind muss im gleichen Haushalt leben oder die Eltern müssen den größten Teil für den
Unterhalt des Kindes aufbringen (wenn es nicht mehr zuhause wohnt).

Wie bereits oben erwähnt, wird die Familienbeihilfe bis zum 24. oder 25. Lebensjahr ausgezahlt. Allerdings ist zu beachten, dass nach der Vollendung des 18. Lebensjahrs gewisse Bedingungen erfüllt sein müssen. Bei den meisten Kindern trifft die erste Bedingung zu:

Eine Berufsausbildung wird absolviert, beispielsweise ein Studium. Ebenfalls zutreffend ist eine Fortbildung in einem erlernten Beruf, die es unmöglich macht, den Beruf auszuüben. Ist das Kind aufgrund einer Behinderung nicht im Stande, für den eigenen Unterhalt aufkommen zu können, kann sogar über das 25. Lebensjahr hinaus Kinderhilfe bezogen werden.

Wann entfällt die Familienbeihilfe?

Die Familienbeihilfe fällt dann weg, wenn das volljährige Kind zu versteuernde Einkünfte hat, die mehr als 10.000 Euro betragen. Hierbei muss jedoch differenziert werden, ob das Kind in einem herkömmlichen Arbeitnehmerverhältnis oder selbständig ist. Bei Selbständigen gilt der letzte Einkommenssteuerbescheid. In einem herkömmlichen Arbeitsverhältnis gelten die Bruttobezüge, wobei das 13. und 14. Gehalt nicht berücksichtigt werden.

Außerdem gibt es weitere Sachverhalte, die als Bemessungsgrundlage nicht berücksichtigt werden. Dazu zählen die Arbeiterkammerumlage, der Wohnbauförderungsbeitrag, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung oder die Pendlerpauschale.

Ebenfalls dazugehörig sind die Werbungskostenpauschale (132 Euro im Jahr) und die Sonderausgabenpauschale (60 Euro im Jahr), wobei auch höhere Ausgaben als die Pauschale nachgewiesen werden können. Zu guter Letzt werden auch außergewöhnliche Belastungen nicht miteingerechnet, beispielsweise eine Krankheit oder Behinderung.

Die aktuelle Höhe der Familienbeihilfe

Wichtig: Glückliche Familien

Abhängig vom Alter wird die Beihilfe gestaffelt. Ab der Geburt gibt es 105,40 Euro pro Monat. Ist das Kind drei Jahre alt, wird auf 112,70 aufgestockt. Ab einem Alter von zehn Jahren gibt es bereits 130,90 Euro. Wird im Alter von 19 Jahren immer noch Beihilfe bezogen, so beträgt diese 152,70 Euro.

Sollte das Kind eine erhebliche Behinderung nachweisen, so kommt ein Zuschlag von 138,30 hinzu, dieser wird jedoch mit fortschreitendem Alter nicht erhöht. Was sind die Beiträge, wenn mehrere Kinder in der Familie sind? Sind zwei Kinder vorhanden, wird der Gesamtbetrag um 12,80 Euro angehoben. Bei drei Kindern um 48,70 Euro, bei vier Kindern um 97,80 Euro und für jedes weitere Kind um genau 50 Euro.

Was bringt die Zukunft?

Immer wieder keimen Diskussionen auf, ob die aktuelle Familienbeihilfe nicht doch zu eng bzw. zu knapp bemessen ist. Da vor kurzem Nationalratswahlen waren, wurden natürlich große Versprechungen gemacht. Die zwei Volksparteien gaben bekannt, dass die Familienbeihilfe zum einen erhöht und zum anderen vereinheitlich werden soll.

Dies hat zur Konsequenz, dass es in Zukunft nur noch drei verschiedene Stufen geben wird. Des Weiteren soll die erste Erhöhung bereits Anfang 2014 in Kraft treten.

Doch von welchen Zahlen ist hier die Rede? Wenn man die Versprechungen der SPÖ und ÖVP betrachtet, ist die Anhebung nicht unerheblich. Die erste Gruppe (Kinder bis zehn Jahre) soll 180 Euro erhalten. Zehn bis 18-Jährige erhalten 200 Euro. Kinder ab einem Alter von 19 Jahren sollen sogar 220 Euro erhalten.

Auf dem Plan steht außerdem, dass die Familienbeihilfe alle zwei Jahre valorisiert wird, sobald der Familienlastenausgleichsfonds schuldenfrei ist. Valorisierung heißt in diesem Fall, dass die Familienbeihilfe den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie etwa der Inflation, angepasst wird.

Doch zwei Fragen bleiben nun übrig. Zum einen die Frage nach der Realisierbarkeit und Finanzierung. Zum anderen steht noch nicht fest, welche Regierung das Land nun regieren wird. Auch davon ist abhängig, ob die Erhöhung 2014 kommen wird.

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Wenn es ums Geld geht, dann hört der Spaß auf. Verzichten Sie nicht auf Geld, das Ihnen auch zusteht. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie stets auf dem neuesten Stand sind. Wichtige Fragen sind:

Sie stehen dabei selbst in der Verantwortung aktiv zu werden.

Wir empfehlen Ihnen dafür drei Webpräsenzen, die Sie mit aktuellen Informationen füttern:

  • Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (www.bmwfj.gv.at)
  • Das Bundesministerium für Finanzen (www.bmf.gv.at) – dort beantragen Sie nämlich die
    Familienbeihilfe
  • Die Wirtschaftskammer Österreich (www.wko.at).

Unterstützung erhalten Sie auch durch die Medienlandschaft und seriöse Tageszeitungen, die Sie garantiert rechtzeitig auf Veränderungen hinweisen und entsprechend Tipps und Tricks bieten. Wir werden uns auch bemühen, ihnen rechtzeitig die aktuellen Daten und Zahlen zur Kinderbeihilfe 2014 und deren Höhe zukommen zu lassen.

Kommentare

  1. mujovic fikreta meint

    Ich kriege auf zwei Kinder KInderbeihilfe und sollte diesen Monat für zwei Monate die Kinderbeihilfe bekommen.Das Sie auf die Monalche Bezahlung gegangen sind,wird es mir noch für den Monat bezahlt,weil Sie mir nur für einen bezahlt haben.

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